Natürliche Behandlungsmöglichkeiten in der Frauenheilkunde

Wegen der zunehmenden Chemieverdrossenheit der Patienten, aber auch durch die Rückbesinnung auf die Natur und alte Erkenntnisse wird der Wunsch nach Naturheilmittel und schonender, sprich nebenwirkungsarmer Behandlung immer lauter. Hier ein kleiner Überblick über die Möglichkeiten.

Wechselbeschwerden:
Taubensilberkerzenextrakte, Blütenpollenextrakte und Wolfstrappkraut sind geeignet vor allen Dingen Wallungen und Schlafstörungen zu beseitigen. Außerdem sind pflanzliche Östrogene in Soja, Kichererbsen, Grünkohl und Zwiebel enthalten und können ebenfalls solche Beschwerden bessern. Depressive Verstimmungen können mit Johanniskraut behandelt werden. Weiters einsetzbar sind Spirulina, Gelee royal und Propolis.

Osteoporose:
Austernschalen, Kieselerde-Calzium, Magnesium, Yams-Praeparate.

Regelbeschwerden:
Zur Behandlung eignen sich krampflösende Drogen wie Scharfgarbenkraut oder Gänsefingerkraut als Tee oder Wickel. Bei endometriosebedingten Regelbeschwerden kann durch eine Kost reich an Erdnüssen, Oliven ,Mais, Fisch, Eiern und Sonnenblumenöl eine Besserung erreicht werden.

Praemenstruelle Beschwerden und Brustspannen:
Mönchspfefferpräparate , Wolfstrappkraut, Borretsch-und Nachtkerzensamenöl und Conium können angewendet werden. Vitamin B6 und E. Kaffee und Rauchen können die Beschwerden verstärken.

Antriebslosigkeit und Unlust zum Sex:
Yams-Extrakte, Ginseng, DHEA Kapseln, Carnitin, Selen und allgemeine Vitaminzufuhr können helfen.

Scheideninfektionen:
Zum allgemeinen Aufbau der Scheidenflora können Joghurttampons über Nacht verwendet werden. Auch Vitamin C Scheidentabletten führen zu einem besseren Scheidenmilieu. Teebaumöl, Grapefruitextrakt und Propolis haben eine pilzhemmende Wirkung.

Reizblase:
Kürbiskerne, Johanniskraut, Kava-Kava und Baldrian in Kombination mit Blasentraining und ausreichenden Trinkmengen führen zu einer Besserung. Bei immer wieder auftretenden Infektionen der Blase kann Propolis und Schwarzkümmelöl helfen.

Unterleibsentzündungen:
Die akute Endzündung sollte unbedingt antibiotisch, eventuell sogar durch eine Bauchspiegelung mit Spülung des Bauchraumes, behandelt werden, da ansonsten bleibende Schäden an den Eileitern entstehen könnten. Im Anschluß daran kann eine resorptive Behandlung mit Teerprodukten, Moorbädern und eine Mikrowellentherapie eingesetzt werden.

Akne:
Hefe, Teebaumöl und Schwarzkümmelöl bringen Besserung

Schwangerschaft und Geburt:
Obwohl pflanzliche Präparate gerade in der Schwangerschaft ein großes Einsatzgebiet haben, muß man wissen, daß einige Präparate in dieser Zeit, besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht eingenommen werden dürfen.
Schwangerschaftsunterstützung: Carnitin, Spirulina, Acerola, Mineralstoffe. Auch in der Stillzeit einzunehmen, zusätzlich Schwarzkümmel.
Schwangerschaftserbrechen: Ingwerpulver als Tee, aber auch Nausyn- und Vertigoheeltropfen können zu einer Besserung führen.
Niederer Blutdruck: Similasan Kreislauftropfen ersetzen ausreichend schulmedizinische Arzneimittel.
Geburtsvorbereitung: Pulsatilla pratensis und Caulophyllum können ab der 36.Schwangerschaftswoche eingesetzt werden.
 
Stillprobleme:
Anregend: Milchbildungstee, Phytolacca
Reduzierend: Kalte Umschläge, Topfenwickel, Phytolacca, Salbeitee

Haarausfall in der Schwangerschaft: Zink, Vitamin C, Magnesium, Kieselerde-Calzium.