TVT (Tension free vaginal Tape)


Es gibt verschiedene Arten des unwillkürlichen Harnverlustes. Die häufigste Form ist die sogenannte Stressinkontinenz, bei der der Urin beim Husten, Lachen, Treppensteigen oder ganz allgemein einem vermehrten Druck im Bauchraum abgeht. Je nach Ausmass empfiehlt sich zunächst eine

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Beckenbodengymnastik

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Gewichtsreduktion

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manchmal eine Hormonbehandlung bei Frauen

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oder auch die Einnahme von Medikamenten, die bis zu einem gewissen Grad eine Besserung erreichen lassen.

Sollte der Erfolg ausbleiben, ist hier zunächst eine exakte Diagnostik zum Ausschluß anderer Inkontinenzformen durchzuführen. Dies geschieht im Allgemeinen mit einer Blasendruckmessung (sog.urodynamische Untersuchung), bei der die Reaktion der Blase unter dem Auffüllen mit steriler Kochsalzlösung gemessen wird.

 

Der Eingriff kann in Lokalanästhesie oder Betäubung vom Rückenmark durchgeführt werden. Meist dauert er nicht länger als ½ Stunde. Das Prinzip besteht in dem Anlegen eines Bandes, das an beiden Enden mit einer Führungsnadel versehen ist, um den mittleren Teil der Harnröhre. Direkt nach dem Eingriff fordert man die Patientin auf, bei gefüllter Blase zu Husten, um dadurch einen korrekten Maßstab für die nötige Spannung zu erhalten, mit der das Band angelegt werden muß.

Selten treten Komplikationen in Form von Blasenverletzungen, Blutergüssen in der Umgebung oder Harnverhalten auf. In der anschließenden Zeit sollte der Urologe auf Restharnbildung und Harnwegsinfekte achten. Von einer schweren körperliche Belastung muß 8-10 Wochen Abstand genommen werde.